Bilderrahmen kleben – schwere Rahmen, Leinwände und exakt gerade Bilder

Aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit · Redaktion klebestreifen.com

Bilderrahmen klebt man am besten mit Bilderaufhängestreifen, die aus zwei ineinandergreifenden Hälften bestehen – so bleibt das Bild abnehmbar. Wichtig sind eine plane Rahmenrückseite, genug Streifen für das Gewicht, die Platzierung oben an den Ecken und ein exaktes Anzeichnen vorab, denn ein geklebter Rahmen lässt sich nicht nachjustieren.

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Inhalt
  1. Welcher Rahmen eignet sich zum Kleben?
  2. Wie viele Streifen braucht ein Rahmen?
  3. Schritt für Schritt: einen Rahmen kleben
  4. Exakt waagerecht ausrichten
  5. Leinwände kleben
  6. Schwere Rahmen: die Grenzen
  7. Häufige Fragen

Ob Kleben grundsätzlich die richtige Methode für Ihr Bild ist oder eine Bilderschiene, Stahlstifte oder eine Bilderleiste besser passen, vergleicht der Ratgeber Bilder aufhängen ohne Bohren. Diese Seite geht davon aus, dass Sie kleben möchten, und zeigt die Ausführung für unterschiedliche Rahmentypen.

Welcher Rahmen eignet sich zum Kleben?

RahmentypEignungHinweis
Holz- oder Alurahmen mit planer Rückseitesehr gutStreifen direkt auf den Rahmen
Wechselrahmen / Clip-Rahmen (rahmenlos)gutStreifen auf die Rückwand, nur wenn diese stabil mit dem Glas verbunden ist
Rahmen mit Aufhängeöse oder ZackenbandmittelÖse steht vor; Klebenagel oder flache Strips seitlich davon
Leinwand auf Keilrahmenmittelwenig Klebefläche, nur leichte Leinwände; Klebenagel oft besser
Rahmen mit Glas, über 2–3 kgeingeschränktnicht über Sitz- oder Schlafplätzen; mehr Streifen
Antike Rahmen, Rahmen mit Stuck oder BlattgoldungeeignetKlebstoff kann Oberfläche beschädigen

Wie viele Streifen braucht ein Rahmen?

Wiegen Sie den Rahmen und vergleichen Sie mit der Tragkraft pro Streifenpaar auf der Packung. Planen Sie nur etwa die Hälfte dieser Angabe ein, auf Tapete oder Rigips weniger. Als Mindestausstattung gilt:

Den Rechenweg mit Beispiel finden Sie unter Tragkraft von Klebestreifen.

Schritt für Schritt: einen Rahmen kleben

  1. Wand und Rahmen reinigen. Staub abwischen, glatte Flächen mit Isopropanol entfetten. Details: Untergrund vorbereiten.
  2. Position anzeichnen. Oberkante mit Wasserwaage und Bleistift oder mit Malerkrepp markieren (siehe unten).
  3. Streifenpaare schließen und aufkleben. Paare zusammendrücken, eine Seite auf den Rahmen kleben, mindestens 1 cm vom Rand, damit die Zuglasche später greifbar bleibt.
  4. Rahmen an die Wand drücken. An der Markierung ansetzen und jede Klebestelle etwa 30 Sekunden fest andrücken.
  5. Abnehmen und nachdrücken. Rahmen an der Unterkante fassen und nach oben aus den Verschlüssen lösen, dann die Wandstreifen einzeln nachdrücken.
  6. Warten und einhängen. Herstellerwartezeit abwarten, Rahmen wieder einrasten.

Exakt waagerecht ausrichten

Weil Strips nach dem Andrücken nicht mehr verrutschen, muss die Position vorher stimmen. Drei bewährte Methoden:

Malerkrepp-Schablone

Kleben Sie einen Streifen Malerkrepp auf die Rahmenrückseite, genau über die Positionen der Klebestreifen, und markieren Sie diese darauf. Ziehen Sie das Krepp ab, kleben Sie es mit einer Wasserwaage ausgerichtet an die Wand – jetzt sehen Sie genau, wo die Streifen hin müssen. Krepp vor dem Kleben entfernen.

Papierschablone für Bildergruppen

Für eine Bilderwand jeden Rahmen auf Packpapier nachzeichnen, ausschneiden, Klebestellen markieren und die Schablonen mit Malerkrepp an der Wand arrangieren. Wenn das Gesamtbild passt, die Rahmen nacheinander an den Schablonen ansetzen.

Linienlaser

Ein Kreuzlinienlaser projiziert eine waagerechte Linie über die ganze Wand. Das ist bei Bilderreihen auf gleicher Ober- oder Mittelkante deutlich schneller als mit Wasserwaage.

Tipp: Hängt ein geklebter Rahmen minimal schief, korrigieren Sie nicht mit Gewalt. Bei Systemen mit Klettverschluss lässt sich der Rahmen abnehmen und die Rahmenhälfte – nicht die Wandhälfte – neu setzen.

Leinwände kleben

Leinwände auf Keilrahmen haben nur schmale Holzleisten als Auflagefläche, und die Leinwand ist oft um die Kanten gespannt und getackert. Strips haften auf rohem Holz und auf Leinwand schlechter als auf lackierten Rahmen. Für leichte Leinwände funktioniert es trotzdem, wenn Sie:

Schwere Rahmen: die Grenzen

Ab einigen Kilogramm wird Kleben kritisch, besonders bei Glas. Der Rahmen muss nicht nur halten, er darf auch bei einer Berührung nicht abgehebelt werden. Für schwere Rahmen empfehlen wir:

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Für mittelschwere Rahmen mit planer Rückseite; Tragkraft pro Paar beachten und lieber ein Paar mehr einplanen.

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Häufige Fragen

Kann ich einen Bilderrahmen mit doppelseitigem Klebeband aufhängen?

Technisch ja, aber Montageband ist nicht zum Ablösen gedacht: Sie bekommen den Rahmen kaum ab, ohne Wand oder Rahmen zu beschädigen. Bilderaufhängestreifen mit Klettverschluss sind dafür die bessere Wahl.

Warum kippt mein geklebter Rahmen oben nach vorne?

Die Streifen sitzen zu weit unten oder in der Mitte. Der Schwerpunkt zieht den oberen Rand von der Wand weg. Streifen gehören vor allem an die oberen Ecken, bei größeren Rahmen zusätzlich unten.

Halten Klebestreifen an einer Leinwand?

Auf der Holzleiste des Keilrahmens halten schmale Streifen bei leichten Leinwänden. Auf gespanntem Stoff nicht. Für schwerere Leinwände ist ein Klebenagel, an dem die obere Leiste hängt, zuverlässiger.

Wie bekomme ich den Rahmen später wieder ab?

Rahmen nach oben aus den Verschlüssen ziehen, dann Wand- und Rahmenstreifen jeweils an der Lasche langsam parallel zur Fläche abziehen. Anleitung bei Problemen: Powerstrips entfernen.